Wohnstätten

Unsere Wohnstätten sind ein Zuhause für Menschen mit Behinderungen, die zu einer selbstständigen Lebensführung nicht, noch nicht oder nicht mehr in der Lage sind. In den Wohnstätten leben mehrfachbehinderte, insbesondere blinde und sehbehinderte erwachsene Menschen, die deutliche Einschränkungen in der somatischen, kognitiven und visuellen Wahrnehmung aufweisen.

Wohnstätte Wiesenweg

Unsere Wohnstätte „Wiesenweg“ am Spremberger Stadtrand ist in dörflicher Umgebung gelegen. Hier, abseits vom großen Verkehr, jedoch in erreichbarer Nähe zu den wichtigsten Service- und Dienstleistungseinrichtungen der Stadt, leben 22 Menschen mit Behinderung. Zu unserem Betreuungsangebot gehören das Fördern von lebenspraktischen Fertigkeiten, von Kommunikation, von Orientierung und Mobilität sowie das eigenständige Aufnehmen sozialer Beziehungen im Alltag. Ihre Freizeit verleben die Bewohnerinnen und Bewohner selbstbestimmt oder im Kreise der Gemeinschaft.

Die Räumlichkeiten befinden sich sowohl im Erdgeschoss als auch im 4. Obergeschoss eines weiteren Gebäudes. Beide Häuser sind durch Flure miteinander verbunden und bilden einen Gebäudekomplex.

Die parkähnliche Außenanlage bietet sowohl die Möglichkeit zu einem entspannten Aufenthalt an frischer Luft als auch viele Möglichkeiten zur Aktivität, insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohnern mit Sehbeeinträchtigung. Der Garten ist mit Hochbeeten und tastbaren Figuren ausgestattet. Ein Pavillon mit integrierter Küche und einer behindertengerechten Toilette regen zu längerem Aufenthalt an frischer Luft an.

Wohnstätte Stadthaus

Das „Stadthaus“ befindet sich direkt im Zentrum von Spremberg. In dieser Wohnstätte leben 24 Menschen mit Behinderung. Die Ausstattung des Hauses orientiert sich insbesondere an den speziellen Bedürfnissen von Rollstuhlfahrern und Menschen mit Sehbeeinträchtigung. Die Wohnstätte ist als 3-etagig Gebäude in kompakter Bauweise errichtet.

Alle drei Wohnebenen haben den gleichen Aufbau. Die einzelnen Gruppen sind sowohl über das Treppenhaus als auch über den Fahrstuhl erreichbar. Die zentral gelegenen Gemeinschaftsbereiche teilen sich in den Wohn- und Kochbereich mit Essecke auf und dienen der Kommunikation sowie Interaktion der Gruppenmitglieder. Sie sind von jedem Bewohnerzimmer aus leicht erreichbar.
Das Betreuungspersonal konzentriert sich hier schwerpunktmäßig auf die Entwicklung und Festigung alltagspraktischer Fähigkeiten. Der tägliche Weg zum Einkaufen, ein Gang zum Friseur, ein Kino- oder Konzertbesuch … all das fördert das Selbstbewusstsein der Bewohnerinnen und Bewohnern und ist ein wichtiger Teil ihrer Freizeitgestaltung und ihrer Integration in das Stadtleben.

Besonders hervorzuheben ist der wohnstätteneigene Fußballfanclub „Stadtenergie“. Der Besuch jedes Heimspieles des FC Energie Cottbus und gelegentliche Mehrtagesfahrten zu Auswärtsspielen zählen für die Bewohner zu den besonderen Höhepunkten.

Wohngehöft Klein Loitz

Das 1997 gebaute „Wohngehöft“ Klein Loitz hält was es verspricht: Wohnen auf dem Land und Natur pur! Insgesamt 27 vorwiegend sehbehinderte und blinde Menschen leben hier. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind in der Regel in der Werkstatt für behinderte Menschen tätig, sofern nicht vorübergehende Krankheiten oder das Erreichen des Rentenalters dieses ausschließen.

Das „Wohngehöft“ ist mittels Farbgebung und tastbarer Orientierungssymbole sehbehindertenfreundlich gestaltet. Die barrierefreie und ebenerdige Wohnstätte besteht aus drei Wohngruppen mit je neun Bewohnern, die sich in miteinander verbundenen Häusern befinden. Um eine räumliche Trennung von Wohnen und Freizeit zu realisieren, ist zusätzlich das vierte sogenannte „Begegnungshaus“ integriert, in dem sich der Sport- und Kulturraum, die hauswirtschaftlichen Räume und das Dienstzimmer befinden.

Die Bewohner des „Wohngehöfts“ Klein Loitz leben in Einzelzimmern, die ringförmig um den Gemeinschaftsbereich angeordnet sind. Diese Anordnung der Räumlichkeiten, die Gruppenstärke und -zusammensetzung ermöglichen eine familienähnliche Betreuung, die sich an dem individuellen Hilfebedarf orientiert. Ein Sportraum und das weitläufige Außengelände mit Garten und Teich bieten vielseitige Möglichkeiten der aktiven Erholung. Eine Besonderheit ist die gelungene Integration in das Dorfleben, die in vielen gemeinsamen Aktivitäten ihren Ausdruck findet.

Wohnstätte Wilhelmsthal

Die Wohnstätte „Wilhelmsthal“, die sich in die beiden räumlich voneinander getrennten Einrichtungen im Wiesenweg 58 und Kraftwerkstraße 74 aufteilt, liegt im Ortsteil Trattendorf im Süden der Stadt Spremberg in dörflicher Umgebung. Unweit der Wohnstätte befinden sich ein Waldstück und die zahlreichen Wander- und Radwege entlang der Spree, die zur Gestaltung der Freizeit genutzt werden. In der Wohnstätte werden mehrfachbehinderte, insbesondere sehgeschädigte und blinde Erwachsene betreut, die deutliche Einschränkungen in der somatischen, kognitiven und visuellen Wahrnehmung aufweisen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter strukturieren den Tagesablauf so, dass Alltag, Förderung und Erholung gut aufeinander abgestimmt sind und den jeweiligen spezifischen Möglichkeiten, Vorlieben und Fähigkeiten des Bewohners entsprechen. Unser Ziel ist es, durch eine gezielte Förderung die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung des Bewohners zu erhöhen bzw. zu aktivieren. Für die interne Tagesstruktur stehen neben den Räumen für die praktische Förderung ein Snoezelraum (inklusive Pränatal-Musik-Klangbett), ein Musikraum mit Musik-Klangkisten, ein Bällchenbad sowie eine – in den Fußboden integrierte – Laufstrecke und zahlreiche Tastwände für die Förderung zur Verfügung.

Simone Seliger
Leiterin Wohnen
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